Systeme
Was ist Linux ?
1992 gab es einen jungen Studenten namens Linus Torvalds, welcher aus Spaß an der Sache anfing ein Projekt zu starten. Dieses Projekt hatte es sich zur Aufgabe gemacht, eine Basis zur Hardwareverwaltung des Rechners bereitzustellen. Inzwischen auch bekannt unter dem Kernel!
Der Kernel beinhaltet die Treiber für die Hardware des Rechners und aller Ein- und Ausgabegeräte. Der Kernel bildet auch heute noch die Basis für den Betrieb von Linux. Bei manchen gilt der Kernel sogar als eigentliches Linux.
Der Kernel wird natürlich auch heute noch weiterentwickelt. Und auch heute - genauso wie damals - gehen alle Entscheidungen die den Kernel und seine Implementierung sowie Weiterentwicklungen betreffen über Herrn Torvalds Schreibtisch.
Wenn man von Linux spricht, denkt man natürlich nicht in erster Linie an den Kernel. Vielmehr denkt man an eine bestimmte Distribution.
Was ist eine Distribution ?
Nachdem 1992 die Kernel-Entwicklung startete - von welcher übrigens niemand wusste, wohin das führen würde, obgleich man Vorstellungen und Zukunfts-Visionen hatte - fingen einzelne Gruppen an, ein System um den Kernel herum zu bauen. Was wäre ein Betriebssystem ohne rudimentäre Software ?!
Eine Distribution ist demnach also das Ergebnis der Gruppen, die sich zusammengefunden haben um ein System zu bauen, so dass man ein Betriebssystem zur Verfügung hat. ( Simpel ausgedrückt )
Wie viele Gruppen sich bis heute gefunden haben um Distributionen zusammenzustellen lässt sich schon lange nicht mehr an einer Hand abzählen. Die Distributionen unterscheiden sich i.d.R. von den Software-Paketen, evtl. modifizierungen des Kernels, System-Optimierungen und Anwendungs-Bereichen.
Dadurch dass Linux offen für Alle ist, kann man sich das System auch gestalten wie man es möchte. D.h. es gibt Distributionen die sich auf den Serverbetrieb, die Desktopanwendung, den Bürogebrauch, oder das Lernen spezialisiert haben.
Meistens haben die Distributionen unterschiedliche Schwerpunkte. Um ein noch besseres Zusammenspiel der einzelnen Systemkomponenten zu gewährleisten legen auch fast alle Distributionen selber Hand an den Quellcode.
Welches nun die beste Distribution für Sie und Ihren Anwendungsbereich ist, müssen Sie selber herausfinden. Dazu habe ich ein Paar der gängigsten Systeme aufgezählt und versucht den Nutzen näher zu erklären. Ich hoffe Sie finden, was Sie suchen.
Bleibt aber noch zu klären, was Derivate sind...
Was sind Derivate ?
Nehmen wir Ubuntu. Ubuntu ist eine Distribution der Firma Canonical. Gleichzeitig bekommt man von Ubuntu aber auch die Derivate Kubuntu oder Xubuntu. Sie alle sind natürlich basierend auf den Systemquellen von Ubuntu. Allerdings mit anderen Schwerpunkten bei der Installation.
Um das zu Verdeutlichen:
- Ubuntu ~ GNOME als Desktop
- Kubuntu ~ KDE als Desktop
- Xubuntu ~ XFCE als Desktop
Das ist natürlich nicht immer so einfach. So gibt es auch noch Edubuntu, ein Derivat welches sich auf Schulen spezialisiert hat. Edubuntu wird auf einem zentralem Rechner Installiert. Alle anderen im Netzwerk befindlichen Systeme fungieren nur als Clienten auf denen nichts installiert, oder ausgeführt wird. Ein Terminal-System!
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